10.10.2017 – Seniorennachmittag – Ein Münchner unter Heiden

Seniorennachmittag mit einer spannenden Geschichte und kaiserlichem Besuch

„Ein Münchner unter Heiden – die unfreiwillige Reise ans Ende der Welt.“ Von dieser Geschichte erzählte Jürgen Woltz am 10. Oktober anhand von Lichtbildern im Rahmen des Seniorennachmittags im Pfarrsaal St. Michael.

Die Geschichte erzählt von einem 15-jährigen Münchner Buben aus niederem Adel, der im Jahre 1396 als Knappe auf einen Türkenkreuzzug mitzog. Nach einer verheerenden Niederlage wird er gefangen genommen und muss 6 Jahre als osmanischer Militärsklave und Reiter dienen, bis er von dem Mongolen Tamerlan gefangen wird. Weitere 25 Jahre durchreitet er als mongolischer Krieger den vorderen und mittleren Orient. Die Feldzüge führen ihn ans Schwarze Meer, nach Ägypten und an die indische Grenze. Als erster Mitteleuropäer berichtet er von Sibirien, bis er auf einer abenteuerlichen Flucht vor den Sklavenhändlern und Piraten über das Schwarze Meer entkommt.

Die Zuhören werden Zeugen von einer Audienz beim byzantinischen Kaiser (Dieter Stiening) und seinem Gardesoldaten (Franz Stangl), der ihm endlich die Heimkehr in sein Bayern ermöglicht. Dort soll unser Hans Schiltberger, nun ein reifer Mann, als Kämmerer in die Dienste der Münchner Herzöge getreten sein.